Über die Liebe zum Diesseits

Im Namen Gottes, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Der Lob gebührt Gott, dem Herr der Welten,  und der Segen sei über unseren obersten Muhammad und seiner reinen Nachkommenschaft und grüße sie mit reichlichen Grüßen.

Die Liebe zum Diesseits aufgrund ihrer Reize, wird in den Überlieferungen stark verurteilt, es sei denn, es geht darum die weltlichen Dingen zu erreichen, die essenziell für ihn und seiner Familie wichtig sind.

Imam Zain-ul-Abidin, der Frieden über ihm, sagte: „Die Propheten, der Frieden über ihnen, und die Wissenden , der Frieden über ihnen, haben nach dieser Erkenntnis gesagt: ››Die Liebe zum Diesseits ist das Haupt aller Sünden. Das Diesseits besteht aus zwei Arten: Das Diesseits der bloßen Unumgänglichkeiten und das verfluchte Diesseits‹‹.“
[Al-Kāfī: Bd. 2, Das Buch über Glaube und Unglaube, K. 126, ḥ. 8]

Imam as-Sadiq, der Frieden über ihm, sagte: „Das Erste, wodurch man Gott ungehorsam war, sind sechs: Die Liebe zum Diesseits, die Liebe zur Führerschaft, die Liebe zur Speise, die Liebe zu den Frauen, die Liebe zum Schlaf und die Liebe zur Rast.“
[Al-Ḫiṣāl: S. 330]

Gott sagte: „O Jesus (der Frieden über ihm)! Übe dein Herz durch die Ehrfurcht zu mir in Demut, und achte auf den, der unter dir ist, und achte nicht auf den, der über dir ist. Und wisse, dass der Ursprung jedes Vergehen und jeder Sünde die Liebe zum Diesseits ist, so liebe es nicht, denn wahrlich, ich liebe es nicht.”
[Al-Kāfī: Bd. 8, ḥ. 14551]

Im folgenden werden zwei Überlieferungen vorgestellt, in denen es darum geht, was man sich im Diesseits wünschen sollte, mit welchem Ziel, wann man es erreicht und wie man es dann ausgibt:

Ein Mann sagte einmal zu Imam as-Sadiq, der Frieden über ihm: „Bei Gott, wir bitten um die weltlichen Dinge und wir lieben es, weltliche Gewinne zu erhalten. Er (der Imam) fragte: „Was wollt ihr damit machen? Er antwortete: „Ich möchte meine eigene Lage und die meiner Familie verbessern, gute Beziehungen zu anderen pflegen, Almosen geben, Ḥaǧ und ʿUmrah verrichten.“ Er (der Imam) sagte: „Das ist keine Bitte um weltliche Dinge. Es ist eine Bitte für den Erfolg im Jenseits.“
[Al-Kāfī: Bd. 5, Das Buch über den Lebensunterhalt,K. 3, ḥ. 10]

Und deshalb sagte der Gottgesandte, Gott segne ihn und seine reine Nachkommenschaft: „Wenn einer fünf getrocknete Datteln oder fünf Brotstücke oder Gold- oder Silberstücke besitzt, die er aufbrauchen will, dann ist es am besten, damit seine Eltern zu versorgen, hernach das zweitbeste, was er sich selbst und seinen Unterhaltsberechtigten spendet, hernach das drittbeste, was er seinen Nächsten und gläubigen Geschwistern gibt, hernach das viertbeste, was er seinen armen Nachbarn gibt und hernach das fünfbeste, was er auf Gottes Pfad spendet, was den geringsten Lohn einbringt.”
[Al-Kāfī: Bd. 5, Das Buch über den Lebensunterhalt, K. 1,  ḥ, 1]

Hier stellen wir einige von vielen Überlieferungen vor, die die Liebe zum Diesseits verurteilen, und den Rat, nur das aus der Welt zu nehmen, was für die eigenen Bedürfnisse ausreichend ist.

Imam as-Sadiq, der Frieden über ihm, sagte: „Gott, der Erhabene, offenbarte David (der Frieden über ihm): „Wieso bist du alleine?“ Er antwortete: „Ich bin vor den Menschen geflohen und sie verließen mich wegen dir.“ Gott sagte: „Und wieso schweigst du?“ Er sagte: „Ich schweige aus Furcht vor dir.” Gott fragte: „Wieso siehst du so abgemüht aus?“ Er sagte: „Die Liebe zu dir ermüdete mich.“ Gott fragte: „Wieso bist du arm, obwohl ich dir gegeben habe?“ Er sagte: „Weil die Erfüllung deiner Rechte mich arm gemacht hat.“ Gott fragte: „Wieso bist du so demütig?“ Er sagte: „Die Pracht deiner Majestät, die nicht beschrieben werden kann, versetzt mich in Demut, und das Recht steht dir zu, o mein Meister!“ Gott, majestätisch ist Er, sagte: „So empfange frohe Botschaft mit der Gnade von Mir. Denn du wirst am Tage des Gerichts das bekommen, was du liebst. Gehe unter die Menschen und benimm dich nach ihrem Benehmen und halte dich von ihren schlechten Taten fern, dann wirst du am Tage des Gerichts das bekommen, was du von mir verlangst.“ Und Imam as-Sadiq, der Friede über ihm, sagte: „Gott, der Allmächtige und Majestätische, offenbarte David, der Frieden über ihm: „O David, sei glücklich, und erfreue dich darüber meiner gedenken zu dürfen und sehe es als Segen an mich rufen zu dürfen, denn später werde ich das Haus (das Diesseits) von den Frevlern beseitigen und meinen Fluch auf die Ungerechten herabsenden.”
[Biḥār al-Anwār: Bd. 12, Das Buch über das Prophetentum, K. 2, ḥ. 3]

Imam as-Sadiq, der Frieden über ihm, sagte: „Eines Tages ging David (der Frieden über ihm) hinaus und las aus den Psalmen  und wann auch immer er aus den Pslamen las, blieb kein Berg, kein Stein, kein Vogel und kein wildes Tier ohne ihm zu antworten aus. Er hörte nicht auf zu gehen, bis er an einem Berg ankam. Und auf diesem Berge befand sich ein Prophet im Gottesdienst, der Hisqeel genannt wird. Als er das Rauschen des Berges und die Stimmen der Tiere und der Vögel hörte, vernahm er, dass es David (der Frieden über ihm) ist. David fragte: „O Hisqeel! Erlaubst du mir, zu dir hinaufzusteigen?“ Er sagte: „Nein.” So weinte David, der Frieden über ihm. Woraufhin Gott, offenbarte: „O Hisqeel! Tadle David nicht und bitte mich um das Wohlergehen!” So stand Hisqeel auf und ergriff eine Hand von David und hob ihn zu sich. David fragte dann: „O Hisqeel! Denkst du daran zu sündigen?“ Er sagte: „Nein!” Dann fragte David: „Wirst du hochmütig durch den Gottesdienst?” Er sagte: „Nein.“ Er fragte: „Neigst du dazu dich der Welt hinzugeben, und liebst du es, dich an ihren Begierden und Vergnügungen zu bedienen?” Er sagte: „Wahrlich, manchmal ist mein Herz entblößt.” Er fragte: „Und was tust du, wenn dies passiert?“ Er sagte: „Ich kehre in die Höhle zurück und lerne mit dem, was darin ist.” Er sagte: „David, der Prophet, der Frieden über ihm, betrat die Höhle, und sah einen eisernen Tisch worauf ein verwester Schädel und verfaulte Knochen lagen und eine Tafel aus Eisen, worauf etwas stand. David, der Frieden über ihm, las das was darauf stand: „Ich bin Arwa Salam. Ich habe tausende an  Jahre regiert und erbaute tausende an Städte und vermählte mich mit  tausenden an Jungfrauen. Und meine letzte Angelegenheit war, dass die Erde meine Wohnstätte wurde und die Steine mein (Kopf)-kissen, und die Würmer und Schlangen meine Nachbarn. Wer mich also sah, soll sich nicht vom Diesseits täuschen lassen.”
[Biḥār al-Anwār: Bd. 12, Das Buch über das Prophetentum, K. 2, ḥ. 3]

Die Liebe zum Diesseits und die Gier nach ihr

Imam as-Sadiq, der Frieden über ihm, sagte: „Das Haupt aller Sünden ist die Liebe zum Diesseits.“
[Al-Kāfī: Bd. 2, Das Buch über Glaube und Unglaube, K. 126, ḥ. 1]

Imam as-Sadiq, der Frieden über ihm, sagte: „Zwei wilde Wölfe in einer Schafherde ohne einen Hirten, der (Wolf) zu forderst und der (Wolf) zu hinterst, würden nicht schneller unter ihnen sein (um sie zu verschlingen), als die Liebe zum Eigentum und Ehre (Popularität), um die Religion eines Gläubigen zu zerstören.“
[Al-Kāfī: Bd. 2, Das Buch über Glaube und Unglaube, K. 126, ḥ. 3]

Imam as-Sadiq, der Frieden über ihm, sagte: „Der Satan umkreist die Kinder Adams in jeder Angelegenheit (um sie zum sündigen zu bringen), und wenn er frustriert ist (weil der Mensch nicht gesündigt hat), so überfällt er sie durch Besitztümer und hält ihn (den Menschen) durch diese Liebe am Hals fest.“
[Al-Kāfī: Bd. 2, Das Buch über Glaube und Unglaube, K. 126, ḥ. 4]

Geduld, Dankbarkeit und Anerkennung der zahlreichen Wohltaten Gottes:

Imam as-Sadiq, der Frieden über ihm, sagte, dass der Gesandte Gottes, Gott segne ihn und seine reine Nachkommenschaft, folgendes sagte: „Derjenige der sich nicht durch Gottes Trost, trösten lässt, dessen Seele wird er durch seine Trauer um das Diesseits, in Stücke reißen. Wer seine Augen auf das richtet, was in den Händen der Menschen ist, dessen Niederschlagenheit wird zunehmen, und sein Kummer wird nicht aufhören. Wer Gottes Wohltaten nicht schätzt, außer was Essen, Trinken und Kleidung betrifft, dessen Taten werden mangelhaft und sein Leiden wird sich nähern.“
[Al-Kāfī: Bd. 2, Das Buch über Glaube und Unglaube, K. 126, ḥ. 5]

Die Liebe zum Reichtum, die Gier und der Neid:

Imam Ali, der Frieden über ihm, sagte: „Der Gesandte Gottes sagte: „Der Dinār(Goldmünze) und der Dirham (Silbermünze) haben diejenigen zerstört, die vor euch gelebt haben, und sie werden auch euch zerstören.“
[Al-Kāfī: Bd. 2, Das Buch über Glaube und Unglaube, K. 126, ḥ. 6]

Imam as-Sadiq, der Frieden über ihm, sagte: „Der reichste der Reichen ist derjenige, der nicht in der Gier gefangen ist.“ Und er sagte: „Lasst nicht zu, dass eure Herzen sich mit dem beschäftigen, was bereits vergangen ist. Das lenkt eure Herzen von der Aufgabe ab, sich auf das vorzubereiten, was kommen wird.“
[Al-Kāfī, Bd. 2, Das Buch über Glaube und Unglaube, K. 126, ḥ. 7]

Imam Zain-ul-Abidin, der Frieden über ihm, wurde gefragt: „Welche Tat ist vor Gott vorzüglicher?“ Der Imam antwortete: „Nach der Erkenntnis Gottes und der Erkenntnis des Gesandten Gottes, ist keine Tat vorzüglicher als die Abneigung gegenüber das Diesseits. Sie hat viele Zweige, und auch die Sünden haben Zweige. Die erste Sünde, die begangen wurde, war der Hochmut, die Sünde Satans, als er sich weigerte, (Gott) zu gehorchen, sich anmaßte und ein Ungläubiger wurde. Danach kam die Gier, die Sünde von Adam und Eva. Als Gott, der Erhabene, zu ihnen sagte: «O Adam, bewohne du und deine Gattin das Paradies. Eßt reichlich von ihm zu eurem Wohle, wo ihr wollt. Aber naht euch diesem Baum nicht, sonst gehört ihr zu denen, die Unrecht tun.» Sie nahmen, was sie nicht brauchten, und es blieb in ihren Nachkommen bis zum Tag der Auferstehung. Aus diesem Grund wollen sie, die Kinder Adams, Dinge, die sie nicht brauchen. Danach kommt der Neid. Es ist die Sünde des Sohnes von Adam, der seinen Bruder beneidete und ihn tötete. Daraus ergab sich die Liebe zu den Frauen, die Liebe zur Welt, die Liebe zur Führerschaft, die Liebe zur Bequemlichkeit, die Liebe zur Rede, die Liebe zur Dominanz und zum Reichtum. Das sind insgesamt sieben Eigenschaften, die alle in der Liebe zum Diesseits zusammenkommen. Die Propheten und die Wissenden sagten nach dieser Erkenntnis: „Die Liebe zur Welt ist das Haupt aller Sünden. Die Welt besteht aus zwei Arten: Die Welt der bloßen Unumgänglichkeiten und das verfluchte Diesseits.“
[Al-Kāfī: Bd. 2, Das Buch über Glaube und Unglaube, K. 126, ḥ. 8]

Imam as-Sadiq, der Frieden über ihm, berichtete, dass Gott zu Moses (der Friede über ihm) sprach: „O Moses, diese Welt ist ein Ort der Pein. Ich peinigte Adam auf ihr, als er seine Verfehlung beging und Ich erklärte sie für verflucht. Was sich auf ihr befand, das ist verflucht, mit Ausnahme von dem, was auf ihr um Meinetwillen ist. O Moses, Meine rechtschaffenen Diener enthielten sich dieser Welt gemäß ihrem Horizont an Wissen und alle anderen Geschöpfe trachteten nach dieser Welt gemäß ihrem Horizont an Unwissen. Keiner erachtete sie als gewaltig, außer dass sich seine Augen an ihr erfreuten und keiner erachtete sie als gering, außer dass er aus ihr Nutzen zog.”
[Al-Kāfī: Bd. 2, S. 184, ḥ. 9]

Hasan Ibn Ali berichtete, dass Jesus, der Frieden über ihm, sagte: „O ihr, die ihr im Dienst dieser Welt steht, wahrlich, ich sage euch: »Unter euch weilt jener, der seinen Mitmenschen für das hasst, was Vermutung ist, während er sich selbst nicht für das hasst, was Tatsache ist.« Wahrlich, ich sage euch: »Unter euch weilt jener, der es verabscheut, wenn man ihm einige seiner Fehler nennt, die tatsächlich zutreffen, während er sich freute, wenn man ihn für etwas lobte, was nicht auf ihn zutrifft.« Wahrlich, ich sage euch: »Die satanischen Geister sind nicht aus dem Stoff gemacht, aus dem eure Herzen gemacht sind.« Gott gewährte euch diese Welt nur, damit ihr euch auf ihr Wissen für das Jenseits aneignet, aber Er gewährte sie euch nicht, damit ihr euch durch sie vom Jenseits ablenken lasst. Sie wurde euch nur geebnet, damit ihr wisst, dass Er euch durch sie half, um Gottesdienst zu betreiben und euch nicht durch sie half, um Verfehlungen zu begehen. Er befahl euch auf ihr nur den Gehorsam zu Ihm und Er befahl euch auf ihr nicht den Ungehorsam zu Ihm. Er half euch durch sie, damit ihr euch dem Erlaubten bedient und Er erlaubte euch nicht, durch sie Verbotenes zu verüben. Ihr Freiraum ist für euch nur dazu gedacht, dass ihr auf ihr verbunden seid und ihr Freiraum ist für euch nicht dazu gedacht, dass ihr auseinanderbrecht.”
[Tuhaf-ul-Uqul: S. 379 – 380]

Einmal kam Jesus, der Sohn von Maria, an einer Stadt vorbei, in der alle Menschen, Vögel und Tiere gestorben waren. Jesus sagte: „Sie sind alle durch Gewalt gestorben. Wären sie einzeln gestorben, hätten sie sich gegenseitig begraben.“ Die Jünger sagten: „O Geist und Wort Gottes, bete zu Gott, dass er sie zum Leben erweckt, damit sie uns von ihren Taten berichten, damit wir (die schlechten) vermeiden können.“ Jesus betete zu seinem Herrn und aus den Himmelsphären wurde ihm befohlen, sie zu rufen. In der Nacht stand Jesus auf einer Anhöhe über der Stadt und fragte: „O ihr Bewohner der Stadt?“ Einer von ihnen antwortete: „Ja, o Geist und Wort Gottes.“ Dann sagte er: „Wehe dir! Was für Taten habt ihr denn begangen?“ Er sagte: „Wir dienten dem Satan, liebten das Diesseits mit wenig Furcht, hatten große Hoffnungen und beschäftigten uns nachlässig mit nutzlosen und spielerischen Tätigkeiten.“ Jesus fragte: „Wie war eure Liebe zum Diesseits?“ Er antwortete: „Sie war wie die Liebe eines Kindes zu seiner Mutter. Wenn sie zu uns kam, erfreuten wir uns vor Glück, und wenn sie uns verließ, waren wir traurig und weinten. Dann fragte er: „Wie war euer Dienst gegenüber dem Satan?“ Er antwortete: „Die Gehorsamkeit gegenüber den Frevlern.“ Jesus fragte: „Was waren die Folgen eures Handelns?“ Er antwortete: „Wir verbrachten eine Nacht in Bequemlichkeit und am Morgen fanden wir uns in Hawiyah (einem Ort in der Hölle) wieder.“  Jesus fragte: „Was ist Hawiyah?“ Er sagte: „Es ist Sijjin.“ Jesus fragte: „Was ist Sijjin?“ Er sagte: „Berge aus brennender Kohle, die bis zum Tag des Jüngsten Gerichts über uns schwellen.“ Jesus fragte: „Was habt ihr gesagt und was wurde zu euch gesagt?“ Er antwortete: „Wir sagten: Lass uns ins Diesseits zurückkehren, damit wir auf ihr fromm leben können.“ Und es wurde zu uns gesagt: „Ihr lügt.“ Jesus fragte: „Warum reden die anderen von euch nicht mit mir?“ Er sagte: „O Geist Gottes,, sie sind mit einem Feuergeschirr ausgestattet, das sich in den Händen von strengen und starken Engeln befindet. Ich war unter ihnen, aber nicht einer von ihnen. Als die Strafe zuschlug, nahm sie mich mit ihnen. Ich hänge mit einem Haar am Rande der Hölle, und ich weiß nicht, ob ich gerettet oder in die Hölle geworfen werde.“ Dann wandte sich Jesus an die Jünger und sagte: „Freunde Gottes, hartes Brot mit wenig Salz zu essen und auf den Müllsammelplätzen zu schlafen, ist viel besser für die Gesundheit mit Sicherheit im Diesseits und Jenseits.“
[Al-Kāfī: Bd. 2, Das Buch über Glaube und Unglaube, K. 126, ḥ. 11]

Imam as-Sadiq, der Frieden über ihm, sagte: „Am weitesten ist der Diener von Gott, den Allmächtigen und Majestätischen, entfernt, wenn er sich nur um seinen Bauch und seine Scham sorgt.“
[Al-Kāfī: Bd. 2, Das Buch über Glaube und Unglaube, K. 126, ḥ. 14]

Imam as-Sadiq, der Frieden über ihm, sagte: „Wer morgens und abends keine größere Sorge hat als die Sorge um das Diesseits, Lässt ihn Gott Armut widerfahren und zerstreut seine Angelegenheit, und er wird im Diesseits nichts außer das, was Gott für ihn bestimmt hat bekommen; Wer aber morgens und abends keine größere Sorge hat, als die Sorge um das Jenseits, dem wird Gott sein Herz mit Reichtum beglücken und seine Angelegenheit sammeln.“
[Al-Kāfī: Bd. 2, Das Buch über Glaube und Unglaube, K. 126, ḥ. 15]

Imam as-Sadiq, der Frieden über ihm, sagte: „Derjenige, der sich dem Diesseits eifrig hingab, wird während der Trennung von der Welt (Tod) eine tiefere Reue empfinden .“
[Al-Kāfī: Bd. 2, Das Buch über Glaube und Unglaube, K. 126, ḥ. 16]

Imam as-Sadiq, der Frieden über ihm, sagte: „Wer sein Herz an das Weltliche hing, hing drei Wesenszüge daran: Sorge, die nicht verschwindet, Hoffnung, die sich nicht bewahrheitet, einen Wunsch, der nicht erfüllt wird.“
[Al-Kāfī: Bd. 2, Das Buch über Glaube und Unglaube, K. 126, ḥ. 17]

Ein Gläubiger trauert nicht, wenn er etwas im Diesseits verliert:

Imam Ali, der Frieden über ihm, sagte: Jesus, der Frieden über ihm, riet seinen Jüngern: „O ihr Kinder Israels! Ihr solltet euch nicht grämen, wenn ihr euren Lebensunterhalt verliert, solange euer Glauben intakt ist, so wie diejenigen, die in der Welt verwöhnt sind, sich weniger um den Verlust ihres Glaubens kümmern, solange ihr Lebensunterhalt gesichert ist.“
[Wasāʾil-uš-Schīʿah: Bd. 16, S. 193]

Quelle: HubeAli